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Montag, 1. Juni 2020
Cursus honorum: Volkstribunat und Ädilität
Römische Aristokraten unterschieden sich in Patrizier und Plebejer. Erstere zählten sich zu den ältesten, vornehmsten Familien Roms. In der Kaiserzeit verschwammen die Unterschiede, da auch "neue" Männer (homines novi) unter die Patrizier aufgenommen wurden. Ein Beispiel dafür ist der Vater Kaiser Trajans, der von Kaiser Vespasian zum Patrizier erhoben wurde. Ein Vorteil, der den Patriziern zukam, war eine verkürzte Ämterlaufbahn, die relativ früh, d.h. in den Dreißigern, zum Konsulat führen konnte.
Sonntag, 29. September 2019
Volksversammlungen im alten Rom
In der Antike waren Bürger umso angesehener, je vermögender sie waren. Das lateinische Wort "bonus" bedeutete sowohl finanziell gutgestellt als auch gutgesinnt. Das heutige Wort "Bonität" erinnert ein wenig daran. Aber die finanziell besser Gestellten waren im alten Rom nicht nur gesellschaftlich angesehener, sondern hatten allein schon durch die Gesetzgebung mehr Gewicht bei Abstimmungen und Wahlen.
Sonntag, 15. September 2019
Gaius Marius
Mit der gewaltsamen Beendigung der Reformversuche der Brüder Tiberius und Gaius Gracchus war auch die populare Politik in die Schranken gewiesen worden. Doch die Ruhe war trügerisch, und der Konsens der gesellschaftlichen Schichten war erschüttert.
Samstag, 7. September 2019
Aristokratische Reformer (2): Gaius Gracchus
Gaius Sempronius Gracchus war neun Jahre jünger als sein Bruder Tiberius, der im Jahr 133 von politischen Gegnern getötet worden war. Die Brüder gehörten einer der angesehensten und einflussreichsten Familien Roms an. Sie waren Enkel des Hannibal-Siegers Scipio Africanus; ihre Mutter Cornelia war dessen Tochter. Cornelia muss die ideale Verkörperung einer römischen Matrone gewesen sein, aber sie verstand es auch, den Ehrgeiz ihrer Söhne anzustacheln. Was sie und was Gaius beim Tod des Tiberius empfunden haben, kann man nur ahnen. Der Vater war relativ früh gestorben. In einer patriarchalischen Gesellschaft wie dem alten Rom musste in dieser Situation der Bruder derjenige sein, an dem sich Gaius orientierte, zumal der Altersunterschied ziemlich groß war. So soll Tiberius Gaius im Traum erschienen sein und ihm einen ebenfalls gewaltsamen Tod durch politische Gegner prophezeit haben.
Sonntag, 1. September 2019
Aristokratische Reformer (1): Tiberius Gracchus
Die Römische Republik hat von etwa 509 v. Chr. bis 27 v. Chr. bestanden und über einen Zeitraum von über dreihundert Jahren funktioniert. Ihr Ende begann mit den Bürgerkriegen, die einsetzten, als die Reformen der Brüder Gracchus scheiterten.
Tiberius Sempronius Gracchus, der ältere der Brüder, lebte von 162 v. Chr. bis 133 v. Chr. Besonders er ist als charismatische Persönlichkeit in die Geschichte eingegangen und sein Andenken wurde vom römischen Volk in Ehren gehalten. Er stammte aus einer der einflussreichsten Familien der römischen Aristokratie. Sein gleichnamiger Vater war Konsul gewesen, seine Mutter war Tochter des Scipio Africanus, des Siegers über Hannibal.