Freitag, 18. September 2026

Kapitel 1: Fakten und Fiktion

Hier geht es zu Kapitel 1. Marcus Ulpius Traianus, der Vater des späteren Kaisers, stieg entweder unter Kaiser Claudius oder in den ersten Regierungsjahren des Kaisers Nero in den Senat auf. Die Familie stammte aus Italica (heute Santiponce bei Sevilla) in der Provinz Baetica, die etwa dem heutigen Andalusien entspricht. In diesen unruhigen Zeiten – der Prozess setzte schon unter Caligula ein – stiegen immer mehr Männer aus neuen Familien und dem Provinzadel, besonders aus Spanien und Gallien, an die Spitze des Imperiums auf. Ehrgeiz und Zielstrebigkeit zeichnete die „neuen Männer“ aus, die noch frei von der sprichwörtlichen römischen Dekadenz waren.

Kapitel 1

Hier geht es zu Kapitel 1.

Freitag, 22. Mai 2026

Kaiser Trajan in Bildern – und welche Haarfarbe hatte er?

Obwohl Kaiser Trajan selbst äußerte, Genehmigungen zum Aufstellen seiner Bildnisse sparsam zu erteilen, gibt es viele Porträts von ihm: Statuen, Büsten, Münzbilder, Reliefs, die ihn zeigen, so das Reliefband seiner Siegessäule in Rom.

Donnerstag, 18. September 2025

Zum Geburtstag Kaiser Trajans: ein Oliven- Walnuss-Brot

Anlässlich des Geburtstags Kaiser Trajans habe ich – an Stelle eines Kuchens – ein Brot gebacken. Dazu habe ich mein Lieblingsbrotrezept ein wenig abgewandelt.

Man benötigt:

350 g Weizenmehl 150 g Roggenmehl 2 EL weißen Balsamico 2 TL Salz 1 TL Honig 1 TL Backmalz 240 ml warmes Wasser Sauerteig oder 10 g frische Hefe Brotgewürz bzw. Gewürz nach Wunsch Eine Hand voll schwarze Oliven, entsteint Eine Hand voll Walnüsse, kleingehackt

Verwendet man Sauerteig, muss der Teig mindestens fünf Stunden gehen. Bei Hefe geht es schneller - 1 1/2 bis 2 Stunden. Das Brot backe ich in einer gusseisernen Form 50 Minuten im vorgeheizten Gasherd, Backofen Stufe 5 – nach 40 Minuten nehme ich den Deckel ab. Dieses Rezept ist nicht vollständig antik, Roggenmehl wurde im alten Rom nicht verwendet, wie es mit Backmalz war, weiß ich nicht, und Joghurt war in Rom auch nicht so bekannt. Man könnte stattdessen aber auch Milch verwenden. Ich backe mit Sauerteig. Für dieses Brot hatte ich einen gehäuften Teelöffel Brotgewürz und einen gehäuften Teelöffel Kräuter der Provence verwendet, würde aber stattdessen lieber einen guten Esslöffel Brotgewürz nehmen, die mediterranen Kräuter schmeckt man kaum.

Für die Oliven habe ich mich entschieden, weil die Provinz Baetica, aus der Trajan stammte (ungefähr das heutige Andalusien) Hauptanbaugebiet für Oliven war. Auch heute gibt es dort noch viele Olivenbäume. Walnüsse wurden geschätzt und galten als Früchte Jupiters.

Ich habe noch mehr gebacken: helle Käsebrötchen, Roggenbrötchen, zwei Baguettebrötchen und das Meiste davon wurde erstmal eingefroren.

Heute ist ein besonderer Tag; ich denke an einen der bedeutendsten Kaiser Roms und einen Politiker, vor dem ich Respekt habe. Und er war ein Sympathischer unter den Großen.

Mittwoch, 18. September 2024

Heute vor 1.971 Jahren...

Blumen, Weihrauch und Lorbeer zum Geburtstag des Optimus Princeps

Samstag, 20. Januar 2024

Er hatte mehrere Vorbilder

Das Forum Traiani war nach seiner Fertigstellung der prachtvollste öffentliche Platz im Rom der Antike. Karl Strobel kommt in seinem sehr lesenswerten Buch „Kaiser Trajan“ zu dem Schluss, dass sich Trajan zu dem Zeitpunkt, als seine Macht gefestigt war – und das war spätestens nach den siegreichen Dakerkriegen der Fall – in der Gestaltung seines Forums, seiner Siegessäule und auch allgemein an Caesar als Vorbild orientierte, während sich Hadrian „im Gegensatz dazu“ als Nachfolger des Augustus sah. Für diesen Bezug auf Augustus spricht eine Anmerkung in der Hadrian-Biografie der Historia Augusta.

Sonntag, 7. Januar 2024

Ein Kaiser ohne Kindheit?

Über Trajans Jugendzeit gibt es vereinzelte, sparsame, verklärende Zeilen im Panegyricus des Plinius. Ich habe das immer als sehr schade empfunden. Als ich dem Kaiser einen Roman widmen wollte, war mein wichtigstes Ziel, ihn menschlich nahe rücken zu lassen. Denn folgt man der Überlieferung, gelingt das kaum. Es fehlt an echten, menschlichen Notizen in seinem Leben, an solchen, die nicht in das Bild passen, das die Öffentlichkeit von ihm haben sollte, oder die zumindest ein wenig davon abwichen.