Sonntag, 16. Februar 2020

Der zweite Dakerkrieg Kaiser Trajans 105-106 n.Chr.

Den Friedensschluss im Herbst 102 sahen beide Seiten nicht als Dauerlösung an. Die Römer bauten ihre Straßen und Heerlager aus und die ca. einen Kilometer lange Donaubrücke wurde unter der Leitung des Baumeisters Apollodoros von Damaskus errichtet. Decebal wiederum rüstete auf, ließ seine Befestigungen wieder aufbauen, warb wieder römische Überläufer an und bemühte sich um Verbündete gegen Rom. Er verstieß damit klar gegen den Vertrag, aber ihm blieb kaum eine andere Wahl, denn ihm war klar, dass Trajan die Verluste unter den römischen Soldaten rächen und das Dakerreich erobern wollte.

Sonntag, 9. Februar 2020

Der erste Dakerkrieg Kaiser Trajans 101-102 n.Chr.

Im Frühjahr des Jahres 101 verließ der Kaiser Rom, nachdem förmlich vom Senat der Krieg erklärt worden war. Er wurde von seinen Gardereitern und Prätorianern begleitet. Wahrscheinlich reiste er zunächst nach Brundisium und auf dem Seeweg nach Makedonien, von dort aus weiter nach Viminacium, dem Hauptquartier des ersten Dakerkrieges. Die Legionen waren auf Heerstraßen zum Kriegsschauplatz marschiert. Über elf Legionen verfügte Trajan in diesem Krieg, insgesamt 50.000-60.000 Mann. Unterstützt wurden sie von zahlreichen Hilfstruppen und Marinesoldaten. Die bedeutendsten Hilfsverbände waren die Berberreiter des Lusius Quietus, die Trajan im Gebirgskrieg von großem Nutzen sein sollten.

Sonntag, 26. Januar 2020

Regierungsantritt Trajans und erste Kriegsvorbereitungen

Mit Marcus Ulpius Traianus wurde ein Mann aus dem Kreis der "kaiserfähigen" Konsulare von Nerva adoptiert. Er hatte sich in verschiedenen Stationen der römischen Ämterlaufbahn bewährt, die nicht alle bekannt sind; manche Ämter und Betätigungsfelder werden vermutet. Er war damit für die Herrschaft über das Imperium qualifiziert, wie wir heute sagen würden. Die Geschichte zeigt, dass jene Männer, die über militärische und administrative Erfahrungen verfügten, verantwortungsvollere Regenten waren als diejenigen, die schon als Kinder und junge Männer am Hofe aufwuchsen und als Prinzen viel zu früh viel zu hoch geehrt wurden.

Samstag, 11. Januar 2020

Nervas Herrschaft und der 3. Pannonische Krieg

Am 18. September des Jahres 96 wurde Kaiser Domitan ermordet. Die Verschwörer gehörten seinem engsten Umfeld im Palast an, und auch seine Gattin Domitia Longina soll eingeweiht gewesen sein. Aber auch Senatoren mussten von der Verschwörung gewusst haben. Kurz nach der Ermordung des Kaisers soll sich Nerva, der Übergangskandidat des Senats, bereits auf dem Palatin befunden haben.

Mittwoch, 1. Januar 2020

Römisch-dakische Auseinandersetzungen unter Kaiser Domitian

Kaiser Domitian, Ende des ersten Jahrhunderts Herrscher über das römische Imperium, war ein pflichtbewusster, von Ehrgeiz getriebener Mann, der konsequent, streng und hart bis zur Grausamkeit (die schon Zeitzeugen erschreckte, was etwas heißen soll) seine Prinzipien durchsetzte. Innenpolitisch machte er sich Feinde, und auch in seiner Außenpolitik bewies er nicht immer eine glückliche Hand.

Samstag, 14. Dezember 2019

Dakische Bauten und Befestigungen

Mit dem Dakerreich unter Burebista und später Decebal hatte das römische Imperium einen ernstzunehmenden Gegner: eine aufstrebende, sich rasch entwickelnde Zivilisation. Die Daker sind wiederholt in römisches Territorium eingedrungen. Decebal hat Domitians und später Trajans Truppen jahrelang Widerstand geleistet und ist zeitweise in Offensive gegangen. Was machte ihn so siegessicher?

Sonntag, 10. November 2019

Die Daker (2)

Das Dakerreich hat in der Zeit zwischen der Regierung Burebistas im ersten vorchristlichen Jahrhundert und der Herrschaft Decebals Ende des ersten nachchristlichen Jahrhunderts seine Blütezeit erreicht. Wie lebten die Daker?